Makeover?

Ich habe trotz meines ja nun mittlerweile der Hauptzielgruppe wohl schon entwachsenen Alters heute Abend Germany's next topmodel geguckt. Davon abgesehen, dass ich diese Staffel konzeptionell wesentlich gelungener finde, als die vorherigen (ruhiger, mehr Fotos, mehr Mode, weniger Rumgeheule), musste ich heute natürlich auch einschalten, weil das Umstyling auf dem Programm stand.
Und auch hier war ich sehr überrascht: ich fand ausnahmslos alle Veränderungen gut. Nachdem dann der erste Karottenschock nach Jimmy-Jimmy-Coco abgespült war, sahen alle super aus. Keine Veränderung auf Biegen und Brechen.
Allerdings muss ich ja gestehen, dass ich immer noch etwas rot werde beim Tippen, weil ich vorher am Telefon sagte, - wohlgemerkt zu einer Langhaarfreundin! - dass ich das jetzt gucken müsse, um zu sehen was da passiert, immerhin hatten alle Mädchen bis auf eine langes Haar und ich war sicher, dass da ordentlich was geschnitten werden würde.
Bäh, bin ich so ein ekliger Voyeur?
Offenbar zumindest ein bisschen. Wobei ich das ja nicht gucke, um mich dann daran zu erfreuen, sondern um hinterher zetern zu können, was man den armen Mädchen angetan hat, um der Quote willen.
Aber ist ja nicht passiert.
Dennoch habe ich nach meinem blöden Spruch das Bedürfnis nach Karmapflege...

Und nach der Sendung habe ich um so mehr das Bedürfnis ein eigenes Makeover zu machen. Zu machen! Ja, zu bekommen wäre wohl etwas teuer... außerdem würde ich mindestens so hysterisch werden wie gewisse Mädchen aus früheren Staffeln, wenn es ums Haareschneiden gehen würde. Also bin ich mein eigener Frisör, wie schon seit Jahren.
Fakt ist, dass mir wieder zu viele Haare ausgehen, leider. Und auch wenn ich geübt darin bin jetzt nicht am Rad zu drehen. Auch wenn ich weiß, wie ich kaschieren kann. Auch wenn ich weiß, dass es aufhört und nachwachsen wird. Auch wenn ich so, so gern den Klassiker hätte oder doch zumindest meine Länge halten würde...
...es nützt nichts, die bittere Wahrheit ist einfach, dass meine Längen so ausgedünnt sind von den vorangegangenen Sheds, dass sie eine weitere Runde Haarausfall nicht auffangen können.
Ich hoffe sehr, dass ich den jetzigen Zustand einfach werde halten können, wenn ich konsequent den Zuwachs trimme. Eine Verbesserung wie in den letzten Monaten, erwarte ich nun nicht mehr. Es dürfte also wirklich entweder schlechter, sprich dünner, werden oder nur so bleiben wie es ist.
Bleiben, wie es ist, wäre nicht das Problem, wenn ich tolle Haare hätte, aber ich erachte den jetzigen Zustand eigentlich als Übergangslösung. Das ist nichts, was so bleiben sollte, das ist nicht das, was ich mir unter schönen steißlangen Haare vorstelle, nicht das, was ich vor meinem inneren Auge hatte, als ich beschlossen habe, dass ich so eine Länge auch will.
Aktuell ist der Plan meine Haare zu Ostern wieder zu schneiden und dann zu warten bis der Haarausfall durch ist und dann zu entscheiden, was noch runter muss.
Ich wollte und will immer lange Haare, aber nicht um jeden Preis. Ich habe den ersten schweren Haarausfall so aussitzen können, weil ich dachte, dass es sich ja wieder komplett erholen würde. Zwar langsam, das war mir klar, aber es würde werden.
Den androgenetische HA konnte ich auch so hinnehmen. Aber jetzt noch mal? Es war klar, dass das passieren kann. Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer: das kann passieren. Und das kann auch in Zukunft wieder passieren. Ich bin da leider einfach anfällig.
Ich werde meine Haare nicht präventiv abschneiden, aber ich bin nicht mehr bereit die sichtbaren Haarausfallschäden mit mir rumzutragen, in der Hoffnung darauf, dass in einem Jahr alles gut aussehen könnte, wenn ich kosequent trimme und es nachwächst. Denn es könnte genauso gut in einem Jahr noch schlechter aussehen, wenn sie wieder ausfallen.
Nicht jeder kann superlange Haare haben, zumindest nicht in schön. Manche können noch nicht mal normal lange Haare erreichen. Man kann zwar meist noch einiges an zentimetern rausschinden, wen man richtig pflegt und schont, aber das tue ich ja schon seit Jahren, mein Sppielraum ist praktisch ausgereizt.
Ich hoffe sehr, dass es ohne größeren Schnitt vorbei gehen wird und ich werde wie immer mein Möglichstes dafür tun. Aber es gibt eben Grenzen. Bei einigen ist es die genetische Terminallänge, bei anderen das sowieso sehr geringe Grundvolumen, bei manchen Haarbruch, bei wieder anderen extrem langsames Wachstum. Ich habe eben die Haarausfall-A-Karte gezogen. Nützt nix, so ist das eben.
Ich wollte immer superlange Haare.
Aber noch viel mehr wollte und will ich Haare, die schön aussehen. Wenn das bedeutet, dass da was geschnitten werden muss, dann ist das so.
Ich bin sehr glücklich mit meiner Länge, seit sie etwa 85cm lang sind, also tiefe Taille. Das sind immer noch sehr lange Haare für Erika Mustermann, wenn auch nur noch grad so an der Schwelle zu echter Langhaarigkeit für Forenverhältnisse, an denen ich mich ja schon irgendwie messe. Aber das sind gute 13cm Puffer, die ich von jetzt an habe.
Ich hoffe sehr, dass ich sie nicht brauchen werde.

Zur Veranschaulichung für alle, die sie noch nicht kennen mal meine Bittere-Wahrheit-Fotos mit meinen Haaren auf Weiß. So trage ich die NIE. Das ist reine Dokumentation. Bitte nicht die Bilder auf dunklem Grund vergessen, da habe ich mittlerweile wieder echt schöne Haare, deswegen bleiben sie ja auch vorerst auf jeden Fall dran, weil sie eben sehr wohl schön aussehen können.

Vor dem Schnitt im Februar und danach, 5,5cm kürzer.
Transparente Längen bis Midback, vielleicht auch Taille, wenn sie besser liegen würden. Blöndliches Haar auf Weiß ist IMMER undankbar. Aber dennoch sieht man ziemlich gut, bis wo die Schäden gehen. Und das ist wie gesagt der Zustand, den ich halten könnte. Wenn das schlimmer wird, dann wird das auch auf dunkleren Klamotten nicht schöner.
Einen Radikalschnitt bis Midback schließe ich aus. Ich möchte meine Frisuren weiterhin machen können und der Haarschmuck soll bitte auch weiterhin passen. Aber weitere 5-10cm könnten durchaus fallen. Schön ist einfach irgendwie anders - auf lila ist es zum Beispiel schön. :)

So. Ich beobachte das also und erfreue mich an dem, was ich habe, solange es (noch?) da ist. Und hoffe einfach, dass der Shed schnell vorbei geht und nicht schlimmer wird. Mir ist es aber wichtig, mich damit auseinander zu setzen, was wäre wenn.

Eigentlich wollte ich das Modelthema aufgreifen, um was Schöneres zu posten und zu verlinken... aber der Post hier ist jetzt so negativ... das mag ich dann nicht. Mache ich dann lieber die Tage anders. Und schöner. (Sorry Beke)

I was watching Germany's next topmodel tonight: the girls got their makeover. 
And I had to think about an own makeover. Maybe rather sooner than later. My length have thinned a lot due to the two hairlosses I had within the last years. There is not enough hair left to compensate another shed. And, I want to be honest to myself, it is nor only possible, it is probable, that I will shed again. Sooner or later. I have that nasty disposition, that's my Achilles' heel. 
I am realy longing for classic length, really. But not at all costs. In the first place I want beautyful hair. And I am so tired of that hairlossdamage, the seethrough-lengths...
If I can manage my shed so that it does not get worse, I will simply trimm and maintain. But if it gets worse, I will cut.
As you see on the pictures on white cloth, I actually had to cut till midback, but no way! Between waist and hiplength would be the shortes length Iwould cut. Around 85cm I felt for the first time really longhaired and at ease with the length. That is something I want to keep.
Not that I want to cut! It is just important to me to think about what if...

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